Bremer Zustände – Unseren täglichen Antisemitismus gib uns heute

Gerne wird die These geäußert, insbesondere von solchen Menschen, die aus einer richtigen Stadt zu Besuch kommen (an dieser Stelle Grüße an die Genossen der Gruppe Monaco!), dass Bremen irgendwie der Zeit hinterherhinkt. Manchen erinnert das Viertel an eine Miniaturversion Berlin-Kreuzbergs der 80er, anderen fällt auf, dass man hier Accessoires trägt, die an Zeiten erinnern, in denen der Punk noch eine Bewegung war. So ist es kein Wunder, dass auch das politische Bremen so zurückgeblieben ist. Seit eh und je regiert die SPD und die politische Linke ist so antisemitisch-antizionistisch wie in den goldenen Zeiten der DKP, als die Finanzierung durch die DDR noch wie geschmiert lief. Alle Debatten seit der Wiedervereinigung sind an Bremen spurlos vorbeigegangen. Und so eifern die notorischen Friedenshetzer vom Bremer Friedensforum, einer Vorfeldorganisation des Bremer Landesverbandes der Partei „Die Linke“, die für „Irre Hetze gegen Israel“ (BILD) berühmt ist, einem Vorbild aus Köln nach. Noch während diese Zeilen geschrieben werden, steht das antisemitische Gesocks, ganz im Sinne Walter Hermanns, in Bremen vor dem Dom.

Friedenshetzer bei der Arbeit

Angeführt von Oberfriedenshauptbannführer Arn Strohmeyer aus Woltmershausen, Bremens Version von Walter Hermann, ein besessener Antizionist-Antisemit, der vom Bremer Landesverband der Partei „Die Linke“ zum Sonderbeauftragten für die Endlösung der Israelfrage ernannt wurde (zum Glück hat er kein Amt hinter sich, sondern nur eine handvoll abgehalfterter Elendsgestalten), macht man sich auf, diesen milden Novembertag zu nutzen, seine Hasstiraden unter das Volk zu bringen.

Der Sonderbeauftragte für die Israelfrage des Bremer Landesverbandes der Partei "Die Linke", Arn Strohmeyer (rechts neben einer anderen Antisemitin)

Der Sonderbeauftragte für die Israelfrage des Bremer Landesverbandes der Partei "Die Linke", Arn Strohmeyer (rechts neben einer anderen Antisemitin)

Natürlich wird außer den üblichen Transparenten und Umhängeschildern im SA-Stil, da hat man aus der Geschichte mal gelernt, auch ein Flugblatt mitgebracht und auf Leute, die den Fehler machen, dem Gesocks mit Argumenten statt mit Faustschlägen und Baseballschlägern (Sorry Woody: Hatte leider keinen dabei) zu begegnen, mit aufgeregter Stimme und moralisch einwandfreier, gerechter Empörung eingeredet. Besonders bedeutsam ist ihnen als aufrechten Deutschen natürlich die Frage der Brunnenvergiftung bzw. -vernichtung, denn das macht der Jude sowieso, wenn er sich nicht gerade zu Zwecken der Kriegstreiberei „die zweitgrößte F16-Flotte der Welt“ zusammenrafft.

Diese Dame wollte nicht erkannt werden - warum dann nicht Burka statt Kopftuch?

Diese Dame wollte nicht erkannt werden - warum dann nicht Burka statt Kopftuch?

Konsequenterweise heißt es dann auch im Flugblatt nicht nur, dass Israel „grausame Besatzungspolitik“ betreibe (an die Sprüche ist man, so traurig wie abgestumpft das klingen mag, fast schon gewöhnt), sondern eben auch, dass Israel mit der „Zerstörung von Häusern, Brunnen, Olivenhainen und Ackerflächen und der Ausbeutung der Ressourcen (Wasser und Bodenschätze)“ den Palästinensern die „Grundlage ihrer Existenz“ entzöge. Ach, wer fühlt da nicht die deutsche Seele und ihre Sehnsucht nach Blut, Boden und Olivenhainen.

Allerdings ist sie hier rechts neben der Elendsgestalt mit Pappschild auf dem Rücken doch zu sehen (Ha-Ha!)

Allerdings ist sie hier rechts neben der Elendsgestalt mit Pappschild auf dem Rücken doch zu sehen (Ha-Ha!)

Doch damit nicht genug, es müssen auch all die anderen Märchen noch erzählt werden: Die „völkerrechtswidrige Blockade des Gaza-Streifens“ (die merkwürdigerweise unter der Überschrift „Wir protestieren (blablabla) in den besetzten Gebieten:“ abgehandelt wird, auch wenn Gaza gar nicht besetzt ist) verurteile die Palästinenser „zu einem Hungerdasein“ (was auch immer das sein soll), der „Bau der Mauer“ (nicht die der Freunde und Förderer der DKP ist damit gemeint) sperre die Palästinenser ein und ruiniere sie wirtschaftlich (merkwürdigerweise ist diese ruinierte Wirtschaft in den letzten Jahren kräftig gewachsen – man fühlt sich spontan an Henryk M. Broders Bonmot erinnert, dass der „Völkermord an den Palästinensern“ der einzige in der Geschichte der Menschheit gewesen sei, bei dem die Bevölkerung nicht dezimiert worden sei, sondern sich kräftig vermehrt habe) sowie Israel halte „rund 10.000 palästinensische Gefangene“ illegal, natürlich mit dem Hinweis „darunter viele Frauen und Kinder“ (mit der Gleichberechtigung der Frau hält man es in Kreisen nicht so, in der das Kopftuch stolz getragen wird und dass Israel Kinder mordet, weiß sowieso jeder Antisemit ganz genau).

Diese antisemitische Friedenshetze wird selbstverständlich nicht ohne Konsequenzen bleiben. Zwar wird sich der Bremer Landesverband der Partei „Die Linke“ nicht beeindrucken lassen und der Wähler dieses antisemitischen Scheißvereins sich lieber an der rührenden Lovestory von Sahra und Oskar, der Soap-Version von Rosa und Karl, erfreuen. Aber die Kriegstreiber vom Aktionsbündnis gegen Wutbürger sind entschlossen, diesen Antisemitenhaufen zu bekämpfen.

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6 Antworten zu Bremer Zustände – Unseren täglichen Antisemitismus gib uns heute

  1. rossixx schreibt:

    und ich dachte sone spinner sind ausgestorben …

    http://www.flickr.com/photos/rassloff/

  2. tapferimnirgendwo schreibt:

    Ich bin schockiert. Wir sollten uns verbünden. In Köln gehört die antisemitische Kacke schon zum Stadtbild.

  3. max schreibt:

    Israel will jetzt 14000 Wohnungen für Araber bauen(die anderen Wohnungen sind zum Teil auich für Araber-wenn die Juden vertrieben werden sowieso…)ob die Damen und Herren das auch als Illegal betrachten?

  4. Ryder schreibt:

    Warum stellen sich diese ‚Nicht-Antisemiten‘ eigentlich immer so gerne im Schatten von Kirchen auf?

  5. lu27cinda schreibt:

    Man darf diese Leute doch nicht Antisemiten nennen, schließlich weiß doch jeder, dass Araber auch Semiten sind, folglich wollen sie die Palästinenser nur vor dem zionistischen Antisemitismus
    bewahren. Darum wird Israel auch gern als Nazistaat und die armen Palästineser (die eigentlich
    wahren Hebräer aus JesuZeiten!) als Verfolgte dargestellt, vergleichsweise in „Ghettos“ eingesperrt. Als die Palästinenser in ihren arabischen Bruderstaaten in Lagern eingesperrt und unterdrückt wurden war es auch nicht weiter schlimm. Es interessiert diese Leute auch nicht ob in anderen Staaten Minderheiten abgeschlachtet werden, unerträglich wird es nur sobald Israel (dieses zionistische Gebilde) es nur wagt sich zu verteidigen.

  6. Pingback: Bremer Zustände II – Der Hues- und sein Strohmann | Aktionsbündnis gegen Wutbürger

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