Materialien zur Kritik des Wutbürgers II

2. Teil: Die Europäisierung des Wutbürgers

Es spricht einiges dafür, dass der Wutbürger ein Zerfallsprodukt des bürgerlichen Subjekts ist und dass sich dieser Verfall durch die Verschärfung der Krisentendenz beschleunigt. Auch wenn die Konflikte oft auf „Nebenkriegsschauplätzen“ wie der Bildungspolitik, der Buchkritik oder der Stadt- und Verkehrsplanung ausgetragen werden, so geht es um eine grundsätzliche Angst vor Veränderungen, die unter krisenhaften Bedingungen nur noch als negative vorgestellt werden können. Überall ist die Rede vom „Schrumpfen der Mittelschicht“, von der „Schere zwischen Arm und Reich“, die „weiter auseinander geht“, was als bedrohlicher Angriff auf Reihenhaus und Vorgarten verstanden werden muss, auch wenn die Wutbürger damit nie so recht glücklich waren und werden können. Aber vom Glück ist schon lange nicht mehr die Rede, weil es nur noch darum geht, den Status Quo gegen den Angriff der „Banken, Bankiers, Zecken und Blutsauger“ (FAI) zu verteidigen.

Dieses im Zerfall befindliche Subjekt, das man auch Wutbürger nennen kann, verfügt über ein „Krisenbewusstsein“, das, die gesellschaftliche Tendenz reflektierend, die gegenwärtige Zusammenbruchskrise als einen Ausdruck moralischen Verfalls begreifen muss. Es ist also überhaupt nicht verwunderlich und auch kein neues Phänomen, dass die bürgerlichen Subjekte in den Mächtigen nichts als Gauner, Halunken und Menschen mit schlechtem Charakter erkennen können, die sie auch sind, nicht aber die objektiv notwendigen Funktionsträger der falschen Totalität. Auch wenn die Ausdrucksformen zwischen offenem Brief und Briefbombe variieren mögen, so liegt grundsätzlich der moralische Appell an die Herrschenden zugrunde, Einkehr zu halten und Buße zu tun. Es ist kein Zufall, dass also die Wutbürger denselben kleinbürgerlichen Moralismus aussondern wie ihre Vorläufer, die Linken, deren Schuldigkeit getan ist und die deswegen auch nicht mehr gebraucht werden.

Denn so sehr „linke Analysen“ und „linke Politik“ in Krisenzeiten gefragt sein müssten, wie Demoskopen ununterbrochen behaupten, desto weniger wird dafür eine Linke gebraucht. Sogar Oskar Lafontaine war es jüngst auf dem Parteitag in Erfurt aufgefallen, dass inzwischen alle Parteien seine Konzepte übernommen hätten. Ungerechterweise aber bleibt der Linken der Dank für so viel Dienst am deutschen Staatswesen und am Erhalt des Kapitalismus verwehrt. Niemand nimmt mehr so Recht Notiz von ihr (es sei denn es gibt neue Folgen von „Sahra und Oskar – Wege zum Glück“) und man belustigt sich über die sympathischeren Forderungen wie eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden oder die Legalisierung aller Drogen – mehr Freizeit und bessere Freizeitgestaltungsmöglichkeiten sind beim pietistischen Wutvolk wenig beliebt. Die Aufgabe der politischen Linken besteht in spätkapitalistischen Zeiten darin, der „Mitte“ das Stichwort zu liefern, damit diese den Einfluss des Staates ausweiten und dadurch versuchen kann, dem tendenziellen Fall der Durchschnittsprofitrate entgegenzuwirken. Obwohl sie nicht müde wird, sich „antikapitalistisch“ oder „kapitalismuskritisch“ zu nennen, wurde sie gerade deswegen zur Avantgarde, weil es spätestens nach 1929 klar war, dass die Ideologen des „freien Marktes“ mit ihren Forderungen nur noch die selbstzerstörerischen Potentiale des Kapitals vollständig entfesseln könnten. Diese Aufgabe hat die Linke zumindest in Europa endgültig und restlos erfüllt und wird deswegen als Linke nicht mehr benötigt. Anders mag es in den USA aussehen, was sich unter anderem daran zeigt, dass die Ideologen des Marktes dort ihre Tea Party feiern, wogegen man hierzulande bereits nicht einmal mehr Argumente vorbringen muss, weil es ohnehin allen klar ist, dass die Tea Party und ganz allgemein alle Republikaner Abschaum sind. So begnügen sich insbesondere die beiden deutschen Leitmedien Süddeutsche Zeitung und Spiegel damit, die Präsidentschaftskandidaten der republikanischen Partei negative Charaktereigenschaften zuzuschreiben, anstatt z.B. das offenkundig faschistische und antisemitische Programm eines Ron Paul zu kritisieren, der wenig überraschend auch in den Kommentarspalten der Onlinemedien von seinen zahlreichen deutschen Fans als der „einzige vernünftige republikanischer Kandidat“ gepriesen wird.

Wie total die Durchsetzung des linken Verständnisses von Politik und Ökonomie in Europa bereits ist, zeigen die Mehrheitsverhältnisse innerhalb der EU bei der Bewältigung der sogenannten „Schuldenkrise“: Es steht 26:1, was zwar noch keine 99%, aber immerhin gut 96% der EU-Staaten bedeutet. Die hämischen Kommentare gegen Großbritannien, das aus vernünftigen Gründen ein souveräner Staat bleiben will, kann man getrost übergehen, denn es wurde durch Volker Kauders Diktum, dass in Europa nun deutsch gesprochen werde, bereits alles gesagt. Denn gemeint sein kann nicht die deutsche Sprache, die schwierig zu erlernen und unter Diplomaten eher unüblich ist. Vielmehr drückt sich in Kauders Satz aus, dass die EU als Konstrukt deutscher Ideologen, deren Ideale wie zufällig mit den Profiten der einheimischen Exportwirtschaft zusammenfallen, dass dieser „neue Behemoth“ (Gerhard Scheit) selbstverständlich nichts als deutsche Ideologie „sprechen“ kann. Es ist folglich nicht verwunderlich, dass über 90% der Deutschen, egal auf welcher Seite der wutbürgerlichen Barrikade sie gerade stehen, dem Kurs der EU und den Gipfelbeschlüssen gegen die etwas mehr als 1% zustimmen.

Erkannte man früher im Souverän den „allgemeinen Menschen“, so ist das EU-Ungetüm, das keinen Souverän, keine klare Kompetenzverteilung und Gewaltenteilung mehr kennen will, der institutionelle Ausdruck dessen, was man durchaus, wenn auch nicht affirmativ, als „Tod des Subjekts“ bezeichnen kann. Die EU als überstaatliche Institution, die in den Nationalstaat hineinregiert, ohne selbst Staat sein zu wollen (und gleichzeitig ohne es sein und genauso wenig nicht sein zu können), kann durchaus als Ausdruck eines gegensouveränen Prinzips verstanden werden, als sie insbesondere von Idealisten aus dem linken Lager dezidiert mit dem Ziel unterstützt wird, nationale Souveränität aufzulösen, also die Utopie anti-nationaler Ideologen wahr zu machen, die sich von der Auflösung der souveränen Nationalstaaten in übergeordnete Institutionen das Himmelreich versprechen. An die Stelle von Regierungen, die sich mittels Versprechen, die Lebensbedingungen seiner Bürger zu verbessern (man denke nur an den Abscheu der Deutschen vor dem Versprechen der FDP, ihnen mehr Geld ins Portemonnaie zu stecken) wählen lassen, treten von der EU eingesetzte Reichsverweser, die mal Papadimos und mal Monti heißen, um den Sachzwang zu exekutieren, den das Monster selbst erst geschaffen hat. Es befriedigt den deutschen Wutbürger zutiefst, wenn vermeintliche Experten anderen Ländern die „German Diet“ verabreichen und das „Modell Deutschland“ zu allgemeiner Anerkennung findet.

Ebenso ist die Tendenz bei den Wutbürgern anderer EU-Staaten zu beobachten, den selbstauferlegten Zwang der Integration in den EURO-Raum zu personalisieren, d.h. Angela Merkel mit dem „Sachzwang“ zu identifizieren und nicht als unmittelbare Folge des Souveränitätsverzichtes zu begreifen, der insbesondere in der Aufgabe der eigenen Währung und damit notwendigerweise auch im Verzicht auf das Budgetrecht von vornherein angelegt war. Die Tatsache, dass bei Wahlen in Europa derjenige gewinnt, „der (…) noch nicht im Fernsehen gezeigt wurde, wie er Angela Merkel die Schleppe trägt.“, ist allerdings angesichts der Mehrheitsverhältnisse und ideologischen Unterfütterung von EU und EURO keineswegs Anlass zu der vagen Hoffnung, „die Deutschen könnten sich zum dritten Mal in hundert Jahren übernommen haben.“ (Hermann L. Gremliza, konkret 1/12), sondern vielmehr Ausdruck einer diffusen Wut, die sich, siehe Occupy, effizienter an äußeren Feinden austoben kann. Die Fehlanalyse basiert auf dem unter antideutschen Antiimperialisten nicht auszurottenden Denkmuster, die Deutschen hätten einen quasi-naturhaften Drang, sich die Welt oder doch zumindest Europa untertan zu machen, eine durch und durch essentialistische Wahnvorstellung, die sich historische Entwicklungen und ideologische Bewegungen als einen Ausdruck deutscher Machenschaften erklärbar zu machen versucht. Als empirische „Analyse“ kann es allein deswegen schon nicht geltend gemacht werden, weil anders als in der bemühten Analogie zu 1914 und 1933/39 keine Massen gibt, die der Rede von „den Deutschen“ auch nur einen Anschein von Plausibilität verleihen, sondern vielmehr die Frage sich aufdrängt, wer diese „Deutschen“ überhaupt sein sollen – „Sind es die vier Jahreszeiten? Die vier Musketiere? Oder sind es vier alle?“ (Otto Waalkes). Man darf sich jetzt schon auf den Alarmismus freuen, mit dem antinational-antiimperialistisch-antideutsche Kreise auf den zu erwartenden Triumphzug der Fußballnationalmannschaft nebst Karneval der Kulturen auf den Fanmeilen der Republik „reagieren“ werden, in der „vagen Hoffnung“ auf ein zumindest geringfügig an alte Zeiten und Analyseschemata erinnerndes Objekt.

Die „vage Hoffnung“ auf den „antideutschen“ Charakter der EU-Gegner, die sich sowohl in der linken als auch in der rechten Ausprägung so verkommen präsentieren wie z.B. Jürgen Elsässer und Nigel Farrage, die nicht zufällig auf demselben Podium herumlungern können und die keineswegs ein irgendwie positiv anzueignendes Gegenmodell zum EU-Behemoth anzubieten haben, erweist sich als typisch linkes Fehlurteil nach dem altbekannten Schema, dass der Feind meines Feindes doch irgendwie mein Freund sein müsse. Für die Apologeten nationaler Souveränität und Volksinitiativen ist die EU entweder die „EUdSSR“, also jenes künstliche Gebilde und „Völkergefängnis“, das bereits im Jugoslawienkrieg dringend zugunsten ethnisch reiner, naturwüchsiger Volksstaaten zerschlagen werden musste – oder aber jener zahnlose Tiger, der sich saft- und kraftlos dem Diktat der anglo-amerikanischen Finanzaristokratie unterwerfe. Die Offenkundigkeit, mit der hier noch die letzten Reste der Vernunft aus dem Denken ausgetrieben werden und der Rückgriff auf übelste nationalsozialistische Klischees macht diese Gestalten noch unappetitlicher als die Apologeten der EU wie z.B. Jürgen Habermas. Der Gegenstand der Betrachtung, also die EU, die weder Nationalstaat noch lose Assoziation unabhängiger Staaten ist, verlangt das Umschlagen der einen Position in die andere, so dass der Kritiker genötigt ist, immer dem zu widersprechen, der gerade das wutbürgerliche Maul aufreißt, sei es der Apologet des „neuen Behemoth“ oder des alten Nationalstaates, die sich doch bei allem Dissens im entscheidenden Punkt einig sind: Dass es den Einfluss der äußeren Mächte, der Finanzmärkte und also der Juden, zu brechen und endlich die „wahre Demokratie“ in ihr Recht zu setzen gelte. Die Verallgemeinerung der „deutschen“ zur „europäischen Ideologie“ ist nur im Widerstreit dieser sich scheinbar fundamental widersprechenden Meinungen zu begreifen, die wirkungsvoller als jede Doktrin die Einheit gegen den äußeren Feind herzustellen in der Lage sind.

Im Zuge der Krise wird insbesondere den jungen Akademikern an der europäischen Peripherie die eigene Überflüssigkeit immer deutlicher. Zwar wird permanent der Mangel an „Nachwuchskräften“ ausgerufen und die Zahl der Studenten in die Höhe getrieben, gleichzeitig aber erreicht die Jugendarbeitslosigkeit Höchststände, während diejenigen, die noch einen Arbeitsplatz ergattern konnten, immer öfter in prekären Beschäftigungsverhältnissen feststecken. Basierte die fordistische Produktion auf Gehorsam und einem „christlichen Lebenswandel“, so verlangt die herrschende Lehre heute Kreativität, Vielfalt, Selbstausbeutung und Eigenverantwortung, das Subjekt wird zum „Arbeitskraftunternehmer“, der für sein Scheitern vor diesem Anspruch selbst verantwortlich zu machen ist. Die panische Angst vor Überflüssigkeit und sozialem Abstieg äußert sich im etatistisch geprägten Europa natürlich als Appell an den geliebten Staat, er möge doch eingreifen und Abhilfe schaffen. Dass der kapitalistische Staat diesem Anspruch nicht gerecht wird, wird also, ganz in linker Tradition, doch ohne auf ein dezidiert linkes Argument zurückgreifen zu müssen, als Ausdruck einer Okkupation des Staatswesens durch Lobbyisten und andere Schädlinge am Volkskörper begriffen, die sich in den Organen der repräsentativen Demokratie eingenistet hätten. Dagegen gelte es, sich den Staat unmittelbar selbst wieder anzueignen, um der eigentlichen Demokratie „wieder“ (was also, zumindest in Deutschland, die Regression zur Volksgemeinschaft bedeutet) zu ihrem Recht zu verhelfen, die mal direkte, echte oder flüssige heißt. Eine solche Bewegung aber basiert immer auf einer totalen Verdrängung einerseits dessen, was Demokratie unter kapitalistischen Bedingungen überhaupt nur bedeuten kann, sowie der Tatsache andererseits, dass der Staat in erster Linie den Zweck hat, „das Eigentum“ als solches und an und für sich zu schützen – keineswegs aber das des einzelnen Bürgers an seinem Häuschen, Kleinwagen oder armseligen Arbeitsplatz. So sehr das Gewaltmoment des Staates einerseits verdrängt wird, desto stärker wird andererseits in dem Ruf nach dem patriarchalen, fürsorglichen Staat eben auch als Kehrseite der Fürsorge das autoritäre Strafbedürfnis gegen Heuschrecken, Spekulanten und Ratingagenturen ausagiert, also gegen die 1%, die es auszumerzen gelte.

Der zunehmende Verfall des bürgerlichen Subjekts und die Kollektivierung zur Horde Wutbürger, die zwar ohne Führer auskommen, sich als massenhaft Vereinzelte aber doch unbewusst bzw. bewusstlos auf einen solchen beziehen müssen, um zu einer Bewegung verschmelzen zu können, ist nichts, woran man Hoffnungen knüpfen könnte. Da auch in der gegenwärtige Krise keineswegs eine Verschärfung der Kritik des Kapitals im Sinne seiner Aufhebung durch selbstbewusste Individuen möglich scheint, besteht die Hoffnung darin, dass es nicht zum Schlimmsten kommt, dass der Subjektverfall nicht vollständig und restlos voranschreitet und der Wutbürger die politische Bühne endgültig übernimmt, um die Gegensouveränität als Volksstaat ins Werk zu setzen. Zur Behauptung, dies sei ohnehin unvermeidlich (und die Kritik also ganz und gar zwecklos), hat Robert Musil im „Mann ohne Eigenschaften“ (Kap. 17) in seiner Beschreibung des gescheiterten Künstlers Walter, der heutigen Ex-Kritikern verdächtig ähnelt, bereits das Nötige festgestellt:

In Zeitaltern, denen es äußerlich gut geht, während sie innerlich jenes Zurücksinken durchmachen, das wahrscheinlich jede Angelegenheit und darum auch die geistige Entwicklung erfährt, wenn man ihr nicht besondere Anstrengung und neue Ideen zuwendet, müßte es wohl eigentlich die nächstliegende Frage sein, was man denn dagegen unternehmen könne; aber das Gewirr von klug, dumm, gemein, schön ist gerade in solchen Zeiten so dicht und verwickelt, daß es offenbar vielen Menschen einfacher erscheint, an ein Geheimnis zu glauben, weswegen sie einen unaufhaltsamen Niedergang von irgendetwas verkünden, das sich dem genauen Urteil entzieht und von feierlicher Unschärfe ist. Es ist dabei im Grunde ganz gleich, ob das die Rasse, die Pflanzenrohkost oder die Seele sein soll, denn wie bei jedem gesunden Pessimismus kommt es nur darauf an, dass man etwas Unentrinnbares hat, woran man sich halten kann. Auch Walter, obgleich er in besseren Jahren über solche Lehren zu lachen vermocht hatte, kam, als er es selbst mit ihnen zu versuchen begann, bald auf ihre großen Vorteile. War bis dahin er arbeitsunfähig gewesen und hatte sich schlecht gefühlt, so war jetzt die Zeit unfähig und er gesund.

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Eine Antwort zu Materialien zur Kritik des Wutbürgers II

  1. Shim'on schreibt:

    „Dieses im Zerfall befindliche Subjekt, das man auch Wutbürger nennen kann, verfügt über ein „Krisenbewusstsein“, das, die gesellschaftliche Tendenz reflektierend [1], die gegenwärtige Zusammenbruchskrise als einen Ausdruck moralischen Verfalls begreifen muss. Es ist also überhaupt nicht verwunderlich und auch kein neues Phänomen, dass die bürgerlichen Subjekte in den Mächtigen nichts als Gauner, Halunken und Menschen mit schlechtem Charakter erkennen können, die sie auch sind, nicht aber die objektiv notwendigen Funktionsträger [2] der falschen Totalität.“

    [1]:
    der wutbürger reflektiert (die gesellschaftliche tendenz) nicht, er projiziert.

    [2]:
    die ideologie des wutbürgers steht der erkenntnis, dass sich das „automatische subjekt“ (marx) durch die verdinglichten menschen denken lässt, diametral entgegen.
    die realabstraktion macht sich jedes subjekt zum objektiven funktionsträger. durch die (objektive) überflüssigkeit eines jeden, kann also von „notwendig“ nicht die rede sein.

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