Der Wutbürger – Sehnsucht nach der Tyrannei der Masse

Die überaus lesenswerte Ausgabe Nummer 17 der Zeitschrift Prodomo erhält eine überarbeitete Textversion des Vortrags, den Martin Focke auf Einladung der Gruppe Georg Elser im Mai 2012 in Bonn gehalten hat.

Sie zeigen, daß sie leben // auch das wird sich mal geben.  (Robert Gernhardt)

Um den Wutbürger ist es still geworden und doch ist er, wie die Gruppe Georg Elser zu Recht feststellt, Legion. Sein Auftreten ist Symptom einer bestimmten gesellschaftlichen Konstellation. Es soll im Folgenden der Versuch unternommen werden, genauer zu bestimmen, wer die Wutbürger sind und welche Motive sie bewegen. Dazu soll in Erinnerung zu gerufen werden, wer mit dem Begriff ‚Wutbürger‘ ursprünglich gemeint war und wie dieser zunächst negativ gebrauchte Begriff durch die sogenannte ‚Gesellschaft für deutsche Sprache‘ eine merkwürdige Umdeutung erfuhr.

Der vollständige Aufsatz kann hier nachgelesen werden.

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Eine Antwort zu Der Wutbürger – Sehnsucht nach der Tyrannei der Masse

  1. Elisabeth Müller schreibt:

    Bin heute zufällig auf diesen Artikel gestoßen:
    http://www.prodomo-online.org/ausgabe-17/archiv/artikel/n/die-wutbuerger.html
    Und ich bin etwas entsetzt darüber, dass ein wahrscheinlich recht kluger Mensch wie Martin Focke so viel Unsinn über die Gegner von „Stuttgart 21“ schreibt.
    Der Autor hat offensichtlich keine Ahnung, worum es bei S21 geht, wenn er meint, die S21-Gegner würden sich wehren gegen einen „hübschere(n) Bahnhof, der zudem aufgrund von Investitionen durch Bund und Bundesbahn in Stuttgart Arbeitsplätze schaffen wird“
    Es geht nicht um einen „hübscheren Bahnhof“, sondern es geht darum, dass ohne verkehrliche Notwendigkeit für mindestens 6,8 Milliarden € ein kompletter Bahnknoten unter die Erde gelegt wird. 60 km Tunnel unter einer Großstadt, durch einen ziemlich riskanten Untergrund mit Mineralwasservorkommen und quellfähigem Gipskeuper. Bezahlt wird diese Arbeitsbeschaffung für Baufirmen auch weniger von Bahn und Bund, sondern in erster Linie von der Stadt und dem Land, wahrscheinlich auch durch unzulässige Quersubventionen. (Siehe dazu auch: http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-08/stuttgart-21-bahnhof )
    Der Autor hat offensichtlich auch keine Ahnung von der Geschichte, den Motiven und der Zusammensetzung der Protestbewegung gegen S21. Dass sie aus „kindlichen Greisen“ bestehe, entnimmt er der Bild-Zeitung und einem Artikel der StN. Deshalb nur zur Erinnerung: Der Protest gegen S21 wurde über die Landesgrenzen hinaus bekannt, als am 30.10.2010 die Polizei mit brutaler Gewalt eine Schülerdemonstration auflösen wollte. Zu diesem Wasserwerfereinsatz läuft derzeit ein Prozess, bei dem nun langsam auch die Verantwortlichen im Justiz- und Staatsapparat ins Blickfeld geraten. (Siehe z.B: http://www.kontextwochenzeitung.de/politik/176/fuersorglich-geblendet-2387.html )
    Beim nächsten Artikel zu S21 wäre es schön, wenn der Autor nicht nur nachplapperte, was ein Journalist im „Spiegel“ absondert, sondern durch Bemühung des Verstandes Einsicht in die gesellschaftlichen Prozesse im Zusammenhang mit diesem „hübschen Bahnhof“ zu gewinnen suchte.
    Material dazu gibt es hier:
    http://www.alle-gegen-s21.de/

    Mit freundlichen Grüßen aus HD
    Elisabeth Müller

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