Das Aktionsbündnis

Das Aktionsbündnis gegen Wutbürger folgt der Erkenntnis, dass sich die negative Totalität des Kapitalverhältnisses darstellt als Ansammlung von Subjekten, die nicht nur frei in ihrem Willen, sondern auch die Bestandteile sind, aus denen die Totalität zusammengesetzt ist. Der Schlüssel zur Lösung des Rätsels, wie eine vollkommen widersinnige Form wie das Kapital überhaupt existieren kann, liegt in den Subjekten selber.

Das Aktionsbündnis gegen Wutbürger richtet sich aus diesen Gründen nicht gegen „das kapitalistische System“. Es verwirft die Phrase, dass das Handeln der Subjekte „gesellschaftlich bedingt“ sei, denn es ist ihr Handeln, das erst wiederum die Bedingung für die Existenz der Gesellschaft und die beständige Reproduktion des Kapitalverhältnisses schafft. Kritik kann sich nur an die freien Subjekte richten, die für ihr Handeln verantwortlich sind, so sehr sie auch versuchen mögen, mit ihrer Charaktermaske zu verschmelzen und auch wenn sie sich beständig freizusprechen und zu entschulden trachten („Wir haben es nicht gewollt/gewusst!“).

Aus diesem Grund liegt unser zentrales Anliegen darin, durch Angriffe ad hominem den Subjekten Gelegenheit zu geben, in der Kränkung auf ihr Denken und Handeln zu reflektieren. Zu diesem Zweck (und natürlich dazu, um in gewissen Kreisen Gelächter und in anderen Kreisen Unbehagen darüber auszulösen) ehren wir regelmäßig besonders schändliche Exemplare der Gattung Mensch als „Wutbürger_in der Woche“.

Das Phänomen des Wut- oder Aktivbürgers in der postfaschistischen Gesellschaft, wie er zum Beispiel in den Protesten gegen die Hamburger Schulreform oder Stuttgart 21 sichtbar geworden ist, bildet den Schwerpunkt unserer kritischen Arbeit. Wir sind entschlossen, mit polemischen Interventionen im Sinne großer Vorbilder wie Karl Marx, Karl Kraus und Wolfgang Pohrt (wenn auch leider nicht in vergleichbarer Qualität) unseren Teil zur Abschaffung falscher Verhältnisse beizutragen.

Das Aktionsbündnis gegen Wutbürger als eine Assoziation freier Kritiker steht allen offen, die sich daran beteiligen wollen.

Kontakt: abgwbb@googlemail.com

Die Verantwortung für alles, was auf dieser Seite geschrieben steht, trägt unser weiser Führer Genosse Generalsekretär Martin Focke, wohnhaft in 28203 Bremen. Näheres teilen wir selbstverständlich gerne per E-Mail mit.

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3 Antworten zu Das Aktionsbündnis

  1. Lothar Schuenemann schreibt:

    Ich würde gerne einen Protestmarsch gegen Wutbürger im Großraum Stuttgart organisieren.
    Noch jemand interesse?
    Wir könnten mit Sitzblockaden und Transparenten den Zugang zu Demonstrationsstätten wie dem S21 Bahnhof verhindern.

  2. Kamerad Ernst schreibt:

    Peinlich: Warum verlinkt ihr den Dummkopf aka Verbrochenes?

  3. abgwb schreibt:

    Weil wir nicht der Auffassung sind, dass es sich um einen Dummkopf handelt.

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